RatgeberVorgaben
Der Zitierstil deines Lehrstuhls als Vorlage
Es gibt keinen einen juristischen Zitierstil. Es gibt Vorgaben: je Lehrstuhl eigene, oft nur zwei Seiten lang, und trotzdem entscheidend für die Formpunkte.
Den einen juristischen Zitierstil gibt es nicht; maßgeblich sind die Vorgaben deines Lehrstuhls. Sie legen unter anderem fest, ob bei Kommentaren das Werk oder der Bearbeiter vorangeht, ob es Rn., Rdnr. oder Rdn. heißt und ob Rechtsprechung in Kurzform oder Vollform zitiert wird.
Stand: Oktober 2026
Die sieben Entscheidungen in den Vorgaben
- Kommentar: Werk voran oder Bearbeiter voran („Grüneberg/Ellenberger“ oder „Ellenberger, in: Grüneberg“).
- Randnummer: „Rn.“, „Rdnr.“ oder „Rdn.“.
- Seitenangabe: mit „S.“ oder ohne.
- Rechtsprechung: Kurzform mit Fundstelle oder Vollform mit Datum und Aktenzeichen.
- Kurzbeleg: ab der zweiten Nennung, oder von Anfang an mit Verzeichnis.
- Reihenfolge der Sammelfußnote: Kommentare vor Lehrbüchern oder alphabetisch.
- Literaturverzeichnis: eine Liste oder Abteilungen, „zit.:“-Zusatz ja oder nein.
Warum es so viele Varianten gibt
Vorgaben sind gewachsene Praxis, keine Norm. Verlage haben Hausstile, Fakultäten Leitfäden, Lehrstühle Vorlieben, und alle drei sind verbindlich, sobald sie in den Vorgaben stehen. Wer von der Hausarbeit im Zivilrecht zur Seminararbeit im Öffentlichen Recht wechselt, wechselt oft auch den Stil.
Für die Arbeit heißt das: Der Stil wird nicht beim Schreiben entschieden, sondern vorher. Und er muss von der ersten bis zur letzten Fußnote gleich bleiben. Genau das prüfen Korrektoren zuerst.
So macht es QuellenPilot
13 Stile sind eingebaut, darunter die Hausstile großer juristischer Verlage und die Standardform für Hausarbeiten. Für alles andere liest du die Vorgaben deines Lehrstuhls ein: QuellenPilot trifft die sieben Entscheidungen daraus und zeigt dir jede an einem Beispiel zur Bestätigung.
Den fertigen Stil kannst du als kurzen Code an Kommilitonen weitergeben; sie übernehmen ihn mit einem Klick. Ändern sich die Vorgaben, änderst du den Stil, und QuellenPilot schreibt alle Fußnoten der Arbeit um.
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Das Literaturverzeichnis ist die Seite, die Korrektoren zuerst aufschlagen, und die, die am häufigsten Formpunkte kostet.
