Harvard zitieren in Word
Bei Harvard steht der Beleg in Klammern direkt im Text: Autor, Jahr und meist die Seite. Alle weiteren Angaben stehen im Literaturverzeichnis am Ende. Ein festes Regelwerk gibt es nicht, deshalb unterscheiden sich die Schreibweisen von Institut zu Institut.
Harvard ist ein Autor-Jahr-System: Im Text steht ein Kurzbeleg wie „(Weber 1972: 28)“, am Ende das Literaturverzeichnis mit den vollständigen Angaben. Weil es keine offizielle Regelsammlung gibt, hat die Vorgabe deines Instituts Vorrang, und in einer Arbeit bleibst du bei einer Schreibweise. In Word wählst du in QuellenPilot die Vorlage „Harvard“, fügst die Quelle ein und danach das Literaturverzeichnis.
Stand: Oktober 2026
Was die Harvard-Zitierweise ausmacht
Harvard arbeitet mit Kurzbelegen im Text. Hinter dem zitierten Gedanken steht in Klammern der Nachname des Autors, das Erscheinungsjahr und, wenn du eine Stelle meinst, die Seite. Die Hochschulbibliothek Landshut nennt das die angloamerikanische Zitierweise und zeigt als Beispiel „(Theisen 2011, S. 141)“.
Zu jedem Kurzbeleg gehört ein Eintrag im Literaturverzeichnis. Dort stehen die vollständigen Angaben, alphabetisch nach dem Nachnamen des ersten Autors sortiert, und es gehören alle Quellen hinein, die du in der Arbeit zitierst.
Für die Belege brauchst du bei Harvard keine Fußnoten, sie stehen als Kurzbeleg im Text. Ob dein Institut das auch so sieht, steht weiter unten.
Quelle: FernUniversität in Hagen, ZitFIt, „FAQ - Fragen und Antworten“ zur Harvard-Zitierweise
Keine einheitliche Norm: Dein Institut entscheidet
Für Harvard gibt es keine offizielle Regelsammlung, anders als etwa bei APA. Die FernUniversität in Hagen schreibt dazu, dass sich verschiedene Schreibweisen und Formatierungen etabliert haben. Die Bibliothek in Birkenfeld erklärt es damit, dass keine Institution ein allgemeinverbindliches Regelwerk herausgibt.
In der Praxis unterscheiden sich die Varianten bei Dingen, die die nächsten Abschnitte einzeln durchgehen: Fußnoten ja oder nein, Komma oder Doppelpunkt vor der Seite, „vgl.“ bei Paraphrasen. Dazu kommt, dass zwei Autoren mal mit „und“, mal mit einem Schrägstrich verbunden werden. Ab drei Autoren steht im Text in der Regel „et al.“.
Maßgeblich ist, was dein Lehrstuhl oder Institut vorgibt. Die FernUniversität in Hagen schreibt, dass im Studium die Regeln von Lehrenden und Instituten gelten. Verlangt dein Betreuer nur „Harvard“, ohne Details, wählst du eine Form und bleibst in der ganzen Arbeit dabei. Die Bibliothek in Landshut sagt es genauso: Den Stil wählst du selbst oder er ist von Fakultät oder Professor vorgegeben, und du wendest ihn einheitlich an.
Quelle: FernUniversität in Hagen, ZitFIt, „FAQ - Fragen und Antworten“ zur Harvard-Zitierweise
Harvard-Zitierweise und Fußnoten
Im Kern ist Harvard eine Zitierweise ohne Fußnoten für die Belege: Die Quelle steht in Klammern im Text. Fußnoten sind dann frei für Zusatzinformationen, Erklärungen und Querverweise, so beschreibt es die Bibliothek am Umwelt-Campus Birkenfeld.
Manche Lehrstühle verlangen trotzdem Fußnoten für die Quellen. Die AG Finanzierung und Banken an der Philipps-Universität Marburg etwa belegt wörtliche und sinngemäße Zitate in Fußnoten, in der Kurzform „Mayer (1990), S. 20“ und bei Paraphrasen „Vgl. Mayer (1990), S. 23-25“. Das ist dann kein Kurzbeleg im Text, auch wenn Autor, Jahr und Seite dieselben sind. Schreibst du für einen solchen Lehrstuhl, passt die Vorlage „Harvard“ nicht, und du richtest dich nach seinen Formalen Hinweisen.
Der Kurzbeleg und die Seitenzahl: Komma oder Doppelpunkt, mit oder ohne „vgl.“
Die Seitenzahl steht je nach Leitfaden hinter einem Komma oder einem Doppelpunkt. Landshut schreibt „(Theisen 2011, S. 141)“, die FernUniversität Hagen „(Bücker et al. 2019, S. 102)“, die Schreibwerkstatt der TU Berlin „(Schmidt 2020: 117)“. QuellenPilots Vorlage setzt den Doppelpunkt, etwa „(Weber 1972: 28)“. Ob Komma oder Doppelpunkt, ob mit „S.“ oder ohne, regeln die Institute unterschiedlich. Verlangt deines die andere Form, gilt seine Vorgabe, und du prüfst, ob das Ergebnis der Vorlage dazu passt.
Beim „vgl.“ gehen die Leitfäden auseinander. Die FernUniversität Hagen und die Schreibwerkstatt der TU Berlin setzen es vor Autor und Jahr, wenn du sinngemäß zitierst, bei direkten Zitaten steht es nicht. Die Bibliothek in Birkenfeld leitet sinngemäße Kurzbelege dagegen nicht mit „siehe“ oder „vergleiche“ ein. Auch hier entscheidet die Vorgabe deines Instituts, und innerhalb der Arbeit bleibst du bei einer Form.
Eine Seitenzahl gehört nach ZitFIt der FernUniversität Hagen bei Harvard immer zu direkten Zitaten. Bei sinngemäßen Zitaten ist sie in Haus-, Bachelor- und Masterarbeiten überwiegend ebenfalls verlangt.
Quelle: FernUniversität in Hagen, ZitFIt, „Teil 2: Harvard konkret“
Quelle: TU Berlin, Schreibwerkstatt, Folien „Harvard-Methode: Zitate, Literaturverzeichnis“
So sehen Beleg und Verzeichnis aus
QuellenPilot setzt die Vorlage „Harvard“ in der deutschen Variante: „und“ zwischen zwei Autoren, „Aufl.“ für die Auflage und „S.“ im Verzeichnis. So setzt das Add-in zwei Belege im Text und die beiden zugehörigen Einträge im Literaturverzeichnis:
Im Text: (Weber 1972: 28) (Kahneman und Tversky 1979: 279) Im Literaturverzeichnis: Kahneman, Daniel und Amos Tversky (1979): Prospect Theory: An Analysis of Decision under Risk, in: Econometrica 47, S. 263-291. Weber, Max (1972): Wirtschaft und Gesellschaft, 5. Aufl., Tübingen: Mohr Siebeck.
- Autor
- Kurzbeleg im Text: Nachname
- Literaturverzeichnis: Nachname, Vorname; bei mehreren Autoren alle Namen
- Jahr
- Kurzbeleg im Text: ja
- Literaturverzeichnis: ja, in Klammern hinter dem Namen
- Seite
- Kurzbeleg im Text: die zitierte Stelle
- Literaturverzeichnis: bei Aufsätzen die Seiten des Aufsatzes
- Titel, Verlag, Ort
- Kurzbeleg im Text: nein
- Literaturverzeichnis: ja
Quelle: FernUniversität in Hagen, ZitFIt, „Teil 2: Harvard konkret“
Typische Fehler
- Mehrere Schreibweisen mischen, etwa „(Weber 1972: 28)“ an einer Stelle und „(Weber 1972, S. 28)“ an der nächsten. Entscheide dich für eine Form, am besten nach der Vorgabe deines Instituts.
- Nicht beim Institut nachfragen. Weil es keine feste Norm gibt, kann die Vorgabe von dem abweichen, was du in einem Beispiel gesehen hast.
- Die Seite bei einem direkten Zitat weglassen. Laut ZitFIt der FernUniversität Hagen gehört bei Harvard dann immer eine Seitenzahl dazu; bei sinngemäßen Zitaten in Hausarbeiten ist sie überwiegend ebenfalls verlangt.
- Einen Kurzbeleg im Text ohne Eintrag im Literaturverzeichnis lassen, oder einen Titel ins Verzeichnis aufnehmen, den du nirgends zitierst.
- Das Verzeichnis nicht alphabetisch nach dem Nachnamen des ersten Autors sortieren.
- Bei drei oder mehr Autoren im Verzeichnis nur den ersten nennen. Nach ZitFIt gehören dort alle Namen hinein.
Quelle: FernUniversität in Hagen, ZitFIt, „FAQ - Fragen und Antworten“ zur Harvard-Zitierweise
Quelle: FernUniversität in Hagen, ZitFIt, „Teil 2: Harvard konkret“
Harvard-Literaturverzeichnis in Word mit QuellenPilot
Hast du deine Quellen schon in einem anderen Programm gesammelt, liest QuellenPilot sie als RIS, BibTeX, CSL-JSON oder Citavi-XML ein. QuellenPilot läuft in Word für Windows und Mac (Microsoft 365, auf dem Mac ab Version 16.70) und in Word im Browser.
Kostenlos sind beliebig viele Quellen und ein Literaturverzeichnis bis 15 Einträge. Für längere Verzeichnisse gibt es Pässe ab 29 €, ohne Abo. Neben Harvard gibt es Vorlagen für APA, Chicago, MLA, IEEE, Vancouver und juristische Stile. Hat dein Institut abweichende Vorgaben, richtest du dich nach ihnen und vergleichst das Ergebnis des Add-ins mit ihnen.
- Richte QuellenPilot kostenlos in Word ein: Start › Add-Ins, nach „QuellenPilot“ suchen, hinzufügen.
- Öffne QuellenPilot und wähle die Vorlage „Harvard“.
- Füge die Quelle an der Stelle ein, an der du sie belegst. QuellenPilot setzt den Kurzbeleg in der Form „(Weber 1972: 28)“ in den Text.
- Füge am Ende der Arbeit das Literaturverzeichnis ein. Es entsteht aus den Quellen, die du zitiert hast.
Häufige Fragen
- Braucht Harvard Fußnoten?
- Für die Belege nicht, sie stehen als Kurzbeleg in Klammern im Text. Fußnoten bleiben für Zusatzinformationen, Erklärungen und Querverweise. Manche Lehrstühle verlangen Fußnoten für die Quellen trotzdem, die AG Finanzierung und Banken in Marburg zum Beispiel in der Form „Mayer (1990), S. 20“. Frag dein Institut, bevor du eine Vorlage wählst.
- Schreibe ich bei Paraphrasen „vgl.“?
- Das hängt vom Leitfaden ab. Die FernUniversität Hagen und die TU Berlin setzen „vgl.“ bei sinngemäßen Zitaten vor Autor und Jahr, die Bibliothek in Birkenfeld leitet sinngemäße Kurzbelege nicht mit „vergleiche“ ein. Nimm die Form, die dein Institut vorgibt, und bleibe bei ihr.
- Doppelpunkt oder Komma vor der Seitenzahl?
- Beides kommt vor: „(Theisen 2011, S. 141)“ mit Komma, „(Schmidt 2020: 117)“ mit Doppelpunkt. Die Vorlage in QuellenPilot setzt den Doppelpunkt, etwa „(Weber 1972: 28)“ und „(Kahneman und Tversky 1979: 279)“. Institute regeln das unterschiedlich, im Zweifel gilt ihre Vorgabe.
- Gibt es eine offizielle Harvard-Norm?
- Nein. Die FernUniversität in Hagen schreibt, dass es für Harvard keine offizielle Regelsammlung gibt, und die Bibliothek am Umwelt-Campus Birkenfeld führt die vielen Varianten darauf zurück, dass keine Institution ein verbindliches Regelwerk herausgibt.
- Wie setze ich Harvard und das Literaturverzeichnis in Word, und was kostet das?
- In QuellenPilot wählst du die Vorlage „Harvard“, fügst die Quelle ein und danach das Literaturverzeichnis. Die Vorlage ist die deutsche Variante mit „und“, „Aufl.“ und „S.“. Beliebig viele Quellen und ein Literaturverzeichnis bis 15 Einträge sind kostenlos, für längere Verzeichnisse gibt es Pässe ab 29 €, ohne Abo.
Harvard in Word setzen lassen
QuellenPilot ist ein Word-Add-in aus dem Microsoft Store. Kostenlos: beliebig viele Quellen, Literaturverzeichnis bis 15 Einträge, kein Abo.
Erst nur prüfen: Fußnoten-Check, kostenlos und ohne Anmeldung.
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